Wohnungskündigung: “Spurt” der Mieter innerhalb von zwei Monaten, ist’s noch mal gut gegangen

Mietrecht: Ohne Abmahnung greift "fristlos" nicht

Hat ein Vermieter einem Mieter wegen Zahlungsrückstandes die Wohnung gekündigt und Räumungsklage erhoben, so hat er die Kündigung zurückzunehmen, wenn der Mieter den gesamten Rückstand innerhalb von zwei Monaten danach ausgeglichen hat. Dasselbe gilt, wenn eine andere Stelle (etwa das Jobcenter) sich bereit erklärt hat, die Nachzahlung vorzunehmen. Als zusätzliche Bedingung könnte der Vermieter allerdings berücksichtigen, ob der Mieter bereit ist, zukünftig den Mietzins rechtzeitig zu überweisen und auch keine sonstigen Gründe vorliegen, die eine Fortsetzung des Mietverhältnisses stören könnten.
(LG Bonn, 6 S 154/14)
Quelle: IVD West/ Redaktionsbüro Wolfgang Büser